
Kronen Zeitung
WAC WECHSELT TRAINER
Atalan gekündigt! Das ist nun sein Nachfolger
Nach der achten Pleite im achten Auswärtsspiel und nach neun sieglosen Bewerbsspielen in Folge war der glücklose WAC-Coach Ismail Atalan nicht mehr zu halten. Ein erfahrener Mann steht nun ante portas ...
Spätestens seit der 1:3-Niederlage bei der WSG Tirol am Samstag war in Wolfsberg klar: So kann es nicht weitergehen. Der Bundesliga-Vierte und Cupsieger der Vorsaison ist mittlerweile der einzige verbliebene Kontrahent von Schlusslicht Blau-Weiß Linz im Abstiegskampf – sieben Runden vor dem Ende liegen die „Wölfe“ nur vier Punkte vor den Oberösterreichern.
Und dort, wo er sich am 18. Mai nach elf (!) Jahren WSG Tirol mit einem 1:3 gegen den WAC aus der Bundesliga verabschiedet hatte, genau dort, in der Lavanttal-Arena, wird – laut „Krone“-Infos – der Tiroler Thomas Silberberger (52) Samstag gegen Ried sein Oberhaus-Comeback geben.
Bestätigung fehlt noch
Die offizielle Bestätigung, dass „Silbi“ – zwei Wochen nach der Trennung von Admira – der vierte WAC-Trainer in dieser Saison wird, ist nur mehr Formsache.
Größte Krise ...
Dass der völlig glücklose, mit ganz wenig Erstliga-Erfahrung gesegnete Ismail Atalan nach dem 1:3 bei der WSG Tirol einfach nicht mehr zu halten sein wird, lag auf der Hand. So intensiv und ehrlich die Bemühungen des Deutsch-Kurden auch gewesen sein mögen, so sehr er auch stets immenses Selbstvertrauen ausstrahlte, die Mannschaft auf einen „Kuschelkurs“ einzuschwören versuchte – er hat über Monate hinweg die größte Krise der Wölfe in 14 Jahren Bundesliga nie auch nur ansatzweise in den Griff bekommen. Das zeigen die katastrophalen Zahlen:
- In 12 Punktspielen unter Atalan kam der WAC auf den desaströsen Punkteschnitt von 0,5, holte ganze sechs von 36 möglichen Zählern. Nur unter Kurzzeittrainer Bobby Grubor war's 2013 noch schlimmer (zwei Punkte in sieben Spielen, Schnitt 0,28);
- Acht Auswärtspleiten in acht Auswärtsspielen sind neuer, trauriger Klubrekord! Und das, nachdem man zuvor saisonübergreifend in zehn Spielen in der Fremde unbesiegt geblieben war!
- Seit 2. November (0:0 daheim gegen WSG Tirol) konnten die Wölfe in 13 (!) Partien am Stück nie mehr „zu null“ spielen, sind längst der einzige (!) Bundesligist ohne Sieg im Jahr 2026.
Atalan darf zu Recht anführen, dass der im Winter verkaufte Nwaiwu an allen Ecken und Enden fehlt – aber auch mit dem Ausnahmekönner hatte man im Herbst-Finish keinerlei Bäume mehr ausgerissen ...
Scheiblehner-Absage
Und nun Silberberger. Bodenständig, offen, einer, der als langjähriger Bundesliga-Spieler die Sprache der Spieler spricht – und Dinge glasklar anspricht. Präsident Dietmar Riegler (der von Ex-Grasshoppers-Coach Gerald Scheiblehner schon in den Tagen zuvor eine Absage einstecken musste) holt wohl einen Mann, der zum WAC passt ...
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Bild: Florian Pessentheiner

























